Jahrgang 2024: Zu Beginn des Studiums ist die Begeisterung groß, mittendrin ist die Herausforderung groß und zum Schluss wird der Erfolg groß sein!

Susanne Peer

MCCE-Studentin (Jahrgang 2024)

Einstieg & persönlicher Hintergrund

Frage: Wie ist es dazu gekommen, dass du dich für dieses Studium entschieden hast?

Susanne: Ich bin eigentlich Quereinsteigerin in der IT, trotz immer da gewesenem Interesse zu IT, ursprünglich bin ich Wirtschaftsingenieurin, in COVID habe ich wie viele mich umorientiert und ein Bachelorstudium berufsbleitend startete, recht bald fand ich dann auch meine derzeitige noch Anstellung, als Mainframe Application Engineer. Mein Interesse galt schon im Bachelor cloudnahen Themen und IoT, daher habe ich mich für dieses Masterstudium entschieden. Durch dieses hat sich mir nun eine neue berufliche Tür geöffnet, durch welche ich ab März 2026 als Cloud Operations Engineer starten darf.


Einblick ins Studium

Frage: Wie würdest du jemandem das Studium erklären, der noch nie davon gehört hat?

Susanne: Wenn dich Technologien interessieren rund um die Cloud, kriegst du hier einen guten Überblick von den Konzepten rund um Cloud, Cloud native, als auch on prem. Quereinsteiger kommen auch gut mit. Die bunte Mischung des Curriculms hat es für mich interessant gemacht und auch wenn es manchmal hart ist, kann ich es doch sehr empfehlen. Zudem ist ein sehr familiärer Umgang des gesamten Studiengangs etwas, was ich persönlich sehr schätze, man hat stets ein offenes Ohr und versucht wirklich auf so gut es geht, alles einzugehen.


Verbindung zu Beruf & Karriere

Frage: Hat sich dein beruflicher Weg seit deinem Studienabschluss verändert? Wenn ja, wie?

Susanne: Mein erster reiner IT-Job, war genau der den ich derzeit noch ausführe. Bis dahin wusste ich nicht einmal das Mainframe noch immer ein solches Thema ist, das war für mich ausgeblendet. Mich zieht es jedoch mehr in die Richtung des Studiums und konnte eine Stelle finden, welche ich ab März 2026 bestreiten darf.


Frage: Was begeistert dich an deinem technischen Beruf besonders?

Susanne: Die IT ist sehr vielfältig und kann auf viele verschiedene Arten erfüllend sein, aber auch manchmal frustrierend. Mich faszinieren alte als auch neue Technologien sehr und die Tatsache, dass man immer noch, was neues Lernen kann, finde ich persönlich sehr ansprechend. Es gibt kein jetzt weiß ich alles, das macht für mich einen großen Teil der Begeisterung aus, dass es immer noch besser geht und man immer noch neue Dinge entdecken kann.


Ausblick & persönliche Wirkung

Frage: Wie beeinflusst das Studium deine Zukunftspläne?

Susanne: Das Masterstudium hat mir sicherlich bei der Jobsuche sehr geholfen, die gelinde gesagt momentan wirklich nicht einfach ist. Das Studium ist in seiner Art recht einzigartig und gibt mir die meisten Basics mit die ich brauche, ich freue mich schon, wenn es abgeschlossen ist, aber ein wenig traurig macht mich der Gedanken auch.


Frage: Was glaubst du, kannst du durch dein Studium bewirken – gesellschaftlich, beruflich, oder persönlich?

Susanne: Für mich persönlich ist es eine Entwicklung bereits beim Start des Bachelors bis jetzt, die aber auch noch lange nicht zu Ende ist. Veränderung ist eher schwierig, aber wer weiß was noch kommt. Mein Ziel ist es nun in den neuen Job gut zu starten, viel zu lernen und so vielleicht für mich, oder die:den Einzelne:n etwas verändern.


Inspiration & Orientierung

Frage: Wenn du dich heute erneut für eine Hochschule entscheiden müsstest – welches Argument würde dich sofort für die FH Burgenland gewinnen?

Susanne: Wenn Igor einen neuen Studiengang dazu bekommt, dann ist es auf jeden Fall eine Überlegung wert, ich persönlich möchte mich erstmal im Beruf finden. Ein IoT Studiengang würde mich aber sehr reizen. Meine Erfahrungen mit der Hochschule Burgenland sind sehr positiv und ich würde diese auf jeden Fall weiter präferieren, auch wenn sie für mich nicht die näheste Hochschule ist.


Frage: Was möchtest du zukünftigen, oder unentschlossenen Studierenden gerne mit auf den Weg geben?

Susanne: Trotz meines ersten Bachelorstudiums, hatte ich große Zweifel ein weiteres zu wagen, ist es zu schwer, kann ich das, was mache ich dann damit? Das waren alles Fragen die mir durch den Kopf schwirrten und ja, es war nicht immer einfach Vollzeit zu arbeiten und Berufsbegleitend zu studieren, aber für mich hat es sich sehr gelohnt und ich durfte sowohl viel Wissen schöpfen und auch wirklich sehr liebe Menschen kennenlernen, mit welchen sich Freundschaften entwickelt haben die ich sehr schätze. Wenn man Interesse hat und nur noch einen Rest Zweifel, würde ich raten, traut euch einfach, wenn es nichts ist, dann wisst ihr es wenigstens. Infoabende werden leider von außen oft belächelt, aber nutzt die auf jeden Fall, wenn ihr euch unsicher seid. Ein Studium kostet viel Kraft, Energie und Nerven, aber ich finde die konzentrierte Masse an Wissen ideal und bin der Überzeugung, dass sich Mühen auch lohnen.


Frage: Welche drei Schlüsselbegriffe (Keywords) stehen für dich sinnbildlich für dein Studium?

Susanne: Menschlichkeit, Technikbegeisterung, Kind bleiben


Zusatzfrage (Als Frau in der IT)

Frage: Wie erlebst du es, als Frau in technischen, oder traditionell männlich geprägten Bereichen tätig zu sein?

Susanne: Wenn man bedenkt, dass die meisten IT Jobs in ihrem Ursprung eigentlich von Frauen durchgeführt wurden, ist es oft verwunderlich, dass das Verhältnis nicht so ausgeglichen ist wie es sein könnte, jedoch muss ich sagen die IT ist im Vergleich zu anderen Berufsbranchen sehr offen, in den meisten Fällen und macht meines Erachtens wenig bis keine Unterschiede beim Geschlecht. Meine Erfahrung war es jedoch, dass man sich als Frau immer etwas mehr bemühen, bzw. sich beweisen, aber dann grundsätzlich gut akzeptiert wird. Es sind eher vereinzelte Personen, jeden Alters und auch jeden Geschlechts, die oftmals internalisiertem Sexismus unterliegen, aber manchmal auch auf purer Überzeugung ruht. Solch Verhalten ist für mich unverständlich und inakzeptabel, allein die Tatsache, dass man als Frau noch immer gefragt wird „Wie sieht es mit der Familienplanung aus“, ist peinlich und sehr unverschämt. Doch meiner Beobachtung und meinem Empfinden nach ist gerade in der IT die Papakarenz etwas, was sehr gut angenommen wird und immer mehr genutzt wird.

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